Willesden Lane 243

 

Im Februar 1939 konnten auch die Mädchen der Jawne-Quarta mit einem von Dr. Erich Klibansky organisierten Kindertransport aus Köln ausreisen. Sie bezogen ein Hostel in der Willesden Lane 243, nicht weit entfernt von den Jungen in der Minster Road. Für die Betreuung der Kinder in beiden Londoner Jawne-Hostels hatte ein Komitee der orthodoxen jüdischen Gemeinde in Cricklewood unter Leitung des Rabbiners Dr. L. I. Rabinowitz die notwendige Garantie gegeben. Alle Kinder besuchten zunächst Englischkurse in Gemeinderäumen, bevor sie schließlich in einer nahegelegenen Schule angemeldet wurden. Die Jawneschülerin Lotte Rosendahl (heute: Yael Nemenoff) aus Essen erinnert sich an die ersten schwierigen Wochen:

gulliemots  Als wir in England ankamen, wussten sie nicht so richtig, was sie mit uns anfangen sollten. Wir konnten kein Englisch, deshalb wurden wir in eine spezielle Klasse geschickt.

Lotte Rosendahl (heute: Yael Nemenoff) *

 

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* Interview Projektgruppe Kindertransporte mit Yael Nemenoff (früher: Lotte Rosendahl) in Kfar Hanassi, Israel, 2012.

1939 ausgestellter Pass von Lotte Rosendahl. Dokument: Privatbesitz Yael Nemenoff.

Foto oben: Die Mädchen aus der Willesden Lane 243 (Bildausschnitt). Foto: Privatbesitz Yael Nemenoff

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